Was kommt von Gott - der Koran oder die Bibel?
Was ist die Wahrheit und warum gibt es Kriege?
Gewichtige Fragen in Tagen, in denen der Islam zum Feindbild Nummer eins avanciert.
Dabei wissen die meisten Christen trotz jahrzehntelanger Koexistenz nichts vom Glauben ihrer muslimischen Nachbarn - und umgekehrt.
Ein halbes Jahr treffen sich jeden Samstag acht Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren, vier davon aus der Koranschule und vier aus der katholischen Jugend.
Dabei wird nicht nur über Gott und die Welt philosophiert, sondern auch getanzt und gemalt, gelacht und gestritten - von zwei Kameras beständig begleitet.
“Allah hu Akbar”, murmelt Katarina vorsichtig der begleitenden Koranlehrerin nach, während sie die Gebetskette durch die Finger gleiten lässt. Heute geht es um religiöse Symbole und rasch entwickelt sich ein angeregtes Gespräch. “Was ist der heilige Geist?” fragt Ahmed - “Warum feiert ihr Ramadan?” will Lukas wissen.
Mit ruhigen Einstellungen begleitet die Kamera den monatelangen Prozess der Annäherung, der von beeindruckender Ernsthaftigkeit getragen wird. Doch dann entzündet sich trotz Spass und Sympathie ein heftiger Glaubenskrieg en miniature, der dem Ganzen eine brisante Dynamik verleiht. Natürlich geht es wie seit Jahrtausenden um die Wahrheit, die jede der beiden Religionen für sich behauptet.
Ist der Prophet etwa fehlbar, die Evolutionstheorie nur Quatsch?
Wie tief hier Empfindlichkeiten und Verletzungen wiegen, zeigen die Tränen von Sevde, die nach dem grossen Streit nie mehr in die Gruppe kommen will. Das scheint das Ende des Projekts, doch hier beginnt das eigentliche Ringen um Toleranz…
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